Fußballvereine gegen Rechts

Das Spiel der Welt, der Generationen und des kulturellen Austauschs. Kein Spiel begeistert weltweit mehr Menschen als der Fußball. Doch immer wieder gibt es Störenfriede, die Mannschaften, Spieler und Verantwortliche für Zwecke missbrauchen wollen, die ganz und gar nicht im Sinne des Austauschs und des Fairplay stehen.

Als Jo Ecker einem Spiel der C-Jugend des FC Düren-Niederau zusah, trug sich vor ihm eine Szenerie zu, die zeigt, dass Zivilcourage keine Selbstverständlichkeit ist. Mehrere Jugendliche hatten sich am Platz versammelt und begannen während des Spiels mit rechten Äußerungen die Spieler mit Immigrationshintergrund zu beleidigen, schließlich sogar zu bedrohen. Man könnte diese Situation nun verharmlosen und sie als dummen Jungenstreich abstreifen, sich wieder seinem Alltag widmen. Aber wir sprechen hier von Jugendfußball, von einer Spielklasse, wo Fußball Spaß machen sollte und von einer Gesellschaft im Jahr 2001, die noch Erinnerungen an eine rechtspopulistische Diktatur in sich trägt. Eigentlich sollte man denken, dass gerade mit diesem Wissen in Deutschland die perfekten Vorraussetzungen bestehen, miteinander zu leben und zu kicken fernab jeder Diskriminierung.

Die Zuschauer am Spielfeldrand wagten nicht den Drohungen der Rechtspopulisten etwas entgegen zu setzten, oder sie darauf anzusprechen. Das Spiel ging zu Ende und damit der Alltag des Jo Ecker. Er besprach die Situation mit der Mannschaft und den Verantwortlichen. Schließlich fasste er den Entschluss das rechte Gedankengut endgültig aus dem Fußballsport zu verbannen. Die Initiative „Fußballvereine gegen Rechts“ wurde aus der Taufe gehoben. Nachdem Jo Ecker zuerst sehr lokal sein Unternehmen vollzog, folgte mit der Auszeichnung des Julius-Hirsch-Preises im Jahr 2008 durch den DFB, der endgültige bundesweite Türöffner.

 

Die Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“:

 

Mit der Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“ kann sich jeder Verein mit einem Schild dekorieren lassen, der den sportlichen und ideellen Grundwerten des Fußballs treu bleiben will. Damit gelangte der Name der Initiative endgültig in die ganze Republik. Auch in die höchste deutsche Spielklasse. Mit Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen hat man nun auch ganz prominente Unterstützer bekommen. Jeder Verein kann sich darum bewerben. Schauen Sie vorbei, engagieren Sie sich unter: